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Heidi

Verstehen ja — selbst sagen nie

de, d, s — mehr Artikel gibt es nicht

Die Regel

Drei Artikel für alles: «de» beim männlichen, «d» beim weiblichen, «s» beim sächlichen Wort. «der», «die» und «das» kommen nicht vor.

Wo es hakt

Die Artikel sehen aus wie verschluckte deutsche — sind aber die ganze Form, nicht eine bequeme Kurzfassung. Und das Geschlecht stimmt nicht immer mit dem deutschen überein: «s Rüebli» ist sächlich, die Karotte nicht.

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Wo das wirklich vorkommt

Dieselbe Struktur, in Sätzen, die wirklich so gesagt werden.

  • Im Laden
    • Wo find ich d Rüebli?

      Wo finde ich die Karotten?

  • Im Tram
    • S Tram fahrt hüt nöd bis zum Bahnhof.

      Das Tram fährt heute nicht bis zum Bahnhof.

  • Im Treppenhaus
    • D Waschchuchi isch am Zischtig frei.

      Die Waschküche ist am Dienstag frei.

    • S Velo dörf nöd im Gang staa.

      Das Fahrrad darf nicht im Gang stehen.

    • De Hauswart chunt am Mäntig.

      Der Hauswart kommt am Montag.

    • Grüezi, ich bi de nöi Nachbar.

      Guten Tag, ich bin der neue Nachbar.

    • Wänn chunt d Abfuhr?

      Wann kommt die Abfuhr?

  • Im Restaurant
    • De Tisch dört äne isch frei.

      Der Tisch dort drüben ist frei.

  • Im Kindsgi
    • De Kindsgi fangt am achti aa.

      Der Kindergarten fängt um acht an.

  • Die Übergabe
    • De Dokter chunt am zäh.

      Der Arzt kommt um zehn.

  • Am Morgen
    • S Wasser isch z chalt.

      Das Wasser ist zu kalt.

  • Wenn etwas weh tut
    • Mir tuet de Chopf weh.

      Mir tut der Kopf weh.

  • Essen und Trinken
    • S Zmorge chunt grad.

      Das Frühstück kommt gleich.

  • Besuch
    • Sind Sie d Tochter vom Herr Meier?

      Sind Sie die Tochter von Herrn Meier?