Alltag in Zürich
Wenn Nein nicht Nein heisst
In Zürich wird selten direkt abgelehnt. «Das isch ächli schwierig» oder «Mer chönnt sich das überlegge» ist oft schon die Antwort, höflich verpackt — wer es wörtlich nimmt, wartet auf etwas, das längst gesagt wurde.
Jeder Satz ist maschinell auf Zürcher Formen geprüft: Formen aus anderen Mundarten oder aus Deutschland kommen nicht durch.
Das hören Sie
Mer chönnt sich das überlegge.
Man könnte sich das überlegen.
Das hören Sie
Das isch ächli schwierig.
Das ist etwas schwierig.
Das hören Sie
Das müesst mer no aaluege.
Das müsste man noch anschauen.
Das hören Sie
Ich weiss nöd, öb das gaht.
Ich weiss nicht, ob das geht.
Das hören Sie
Das isch nöd ganz eifach.
Das ist nicht ganz einfach.
Das hören Sie
Das chunt drufaa.
Das kommt darauf an.
Das hören Sie
Mer luegt dänn.
Man schaut dann.
Das hören Sie
Ja, ja, mal luege.
Ja, ja, mal schauen.
Das hören Sie
Das isch sicher e gueti Idee, aber …
Das ist sicher eine gute Idee, aber …
Das hören Sie
Ich mues das no mit em Team bespräche.
Ich muss das noch mit dem Team besprechen.
Das hören Sie
Das isch im Momänt grad nöd so günschtig.
Das ist im Moment gerade nicht so günstig.
Das hören Sie
Das hören Sie
Das wär dänn scho no ächli vill.
Das wäre dann schon noch ein bisschen viel.
Das hören Sie
Ich wett nöd unhöflich sii, aber …
Ich möchte nicht unhöflich sein, aber …
Das hören Sie
Villicht es anders Mal.
Vielleicht ein andermal.
Das sagen Sie
Heisst das eher Nei?
Heisst das eher Nein?
Das sagen Sie
Ich verstah. Wänn chönnt s dänn gah?
Ich verstehe. Wann könnte es dann gehen?
Das sagen Sie
Das wär mir leider ächli z vill.
Das wäre mir leider etwas zu viel.
Das sagen Sie
Ich überlegg mer s no.
Ich überlege es mir noch.
Das sagen Sie
Merci, aber ich lah s lieber.
Danke, aber ich lasse es lieber.
Das hören Sie
Kei Stress, es pressiert nöd.
Kein Stress, es eilt nicht.
Das hören Sie
Mer chönd s ja emal probiere.
Wir können es ja einmal versuchen.
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