Wo Sie es brauchen
Nicht nach Wortarten geordnet, sondern nach dem Moment: was auf einer Schicht wirklich gesagt wird, in der Reihenfolge, in der es kommt.
Richtung wie überall hier: zuerst verstehen. Die meisten Sätze hören Sie — die wenigen, die Sie selbst sagen, sind markiert.
Alters- und Pflegeheime
Eine Bewohnerin mit Demenz verliert ihre Zweitsprachen zuerst. Was bleibt, ist das Züritüütsch ihrer Kindheit — und das ist die Sprache, in der die Schicht läuft.
Jeder Satz hier ist maschinell auf Zürcher Formen geprüft, aber noch von keiner Muttersprachlerin gegengelesen. Das steht hier, weil Sie es uns nicht ansehen können.
Die Übergabe
Kollegin zu Kollegin, nichts wird verlangsamt, niemand wechselt Ihretwegen ins Hochdeutsche. Der schnellste Moment des Tages — und der, der über die ganze Schicht entscheidet.
10 Sätze9 zum Verstehen
Am Morgen
Kurze Sätze, während beide Hände beschäftigt sind. Hier ist Hochdeutsch nicht die neutrale Variante: Wer mitten in der Pflege die Sprache wechselt, wirkt wie eine andere Person.
10 Sätze3 zum Verstehen
Wenn etwas weh tut
Schmerz spricht keine Zweitsprache. Wer ihn meldet, formuliert nicht — und wer ihn falsch versteht, hält Schmerz für Unruhe.
10 Sätze5 zum Verstehen
Essen und Trinken
Die Situation, die am häufigsten vorkommt und auf die sich niemand vorbereitet, weil sie einfach klingt.
10 Sätze3 zum Verstehen
Unruhe am Abend
Jemand will nach Hause, in ein Zuhause, das es seit vierzig Jahren nicht mehr gibt. Was hier hilft, ist kurz, im Präsens und in der Sprache, in der die Person denkt.
10 Sätze4 zum Verstehen
Besuch
Plötzlich sind Sie das Haus. Die Tochter am Sonntagnachmittag beurteilt den Betrieb danach, ob die Person an der Tür ihr folgen konnte.
10 Sätze3 zum Verstehen