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Heidi

Schweizerdeutsch

Was es ist, warum Sie es nicht verstehen, obwohl Sie Deutsch können — und welche Mundart wo gesprochen wird.

Gesprochen, nicht geschrieben

Schweizerdeutsch ist die gesprochene Sprache des Alltags — und die geschriebene unter Leuten, die sich kennen: SMS, WhatsApp, Notizen. Alles Offizielle wird auf Schweizer Hochdeutsch geschrieben. Beides gehört dazu, und wer nur das eine kann, schickt irgendwann eine Mundart-Nachricht an die Versicherung.

Keine richtige Schreibweise

Es gibt keine offizielle Rechtschreibung. Dasselbe Wort wird von zwei Leuten unterschiedlich geschrieben, und beide haben recht. Deshalb sagt Heidi nie, Ihre Schreibweise sei falsch — nur, wie wir sie schreiben.

Nicht eine Sprache

Schweizerdeutsch ist kein einzelner Dialekt, sondern viele. Die Unterschiede fallen Einheimischen sofort auf und Lernenden gar nicht. Heidi bringt Ihnen Zürichdeutsch bei und sagt es, statt so zu tun, als gäbe es nur eines.

Woher kommt diese Nachricht?

Fügen Sie eine Nachricht ein, die Sie bekommen haben — vom Chef, von der Nachbarin, aus dem Klassenchat. Heidi zeigt, welche Formen woher kommen und was die Wörter heissen.

Warum so viele?

Die Schweiz hat ihre Mundarten behalten, während Deutschland seine weitgehend verloren hat. Das ist kein Zufall und keine Frage der Berge — es hat mit Staatsbildung, Schule und Rundfunk zu tun.

Die ganze Geschichte →

Die Mundarten

Mundartgrenzen folgen keinen Kantonsgrenzen — deshalb Punkte und keine Flächen. Die Kantone stehen dabei, weil Sie wissen, in welchem Sie sind.

BERNBASELLUZERNST. GALLENAARAUGLARUSSOLOTHURNFREIBURGCHURBRIGZüridütsch
ZüridütschGeplantWeitere Mundarten

Die alemannischen Mundarten teilen sich in drei Gruppen. Die Grenzen sind keine Kantonsgrenzen, sondern Lautwandel, die an verschiedenen Stellen stehengeblieben sind.

Niederalemannisch

Der Norden — in der Schweiz praktisch nur Basel. Hier ist das k am Wortanfang k geblieben; überall sonst in der Deutschschweiz ist ch daraus geworden. Das hört man am ersten Tag.

Hochalemannisch

Mittelland und Osten: Zürich, Bern, Aargau, Solothurn, St. Gallen. Die grösste Gruppe — und die, die man meint, wenn man «Schweizerdeutsch» sagt.

Höchstalemannisch

Die Alpentäler: Wallis, Glarus, Uri und Unterwalden, die Walsersiedlungen. Am konservativsten und für Auswärtige am schwersten, weil hier alte Formen erhalten sind, die im Mittelland längst verschwunden sind.

Auf beiden Seiten der Linie

Diese Mundartlandschaft liegt auf beiden Seiten der Linie und gehört keinem Zweig allein. Wir nennen deshalb keinen, statt einen zu wählen, der ordentlich aussieht.

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