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Für Organisationen

Für Organisationen

Wo Mundart nicht Ihr Problem ist, sondern das Ihrer Leute.

Heidi hat heute keine Kunden, keine Pilotprojekte und keine Fallstudien — und diese Seite behauptet auch keine. Was hier steht, ist eine Beschreibung Ihres Problems, so gut wir es von aussen kennen. Sagen Sie uns, wo wir falsch liegen.

  • Alters- und Pflegeheime

    Eine Bewohnerin mit Demenz verliert ihre Zweitsprachen zuerst. Am Ende bleibt das Züritüütsch ihrer Kindheit. Die Pflegefachfrau im Spätdienst ist vor zwei Jahren aus Lissabon gekommen und hat Hochdeutsch gelernt — nicht dieses.

    Was es kostet
    Das ist keine Komfortfrage. Wer nicht verstanden wird, wird falsch eingeschätzt: Schmerz wird zu Unruhe, ein Wunsch wird zu Widerstand.
    Was Heidi tut
    Heidi übersetzt und erklärt Mundart — auf dem Handy, im Gang, in Sekunden. Und sie übt genau die Sätze, die auf Ihrer Abteilung wirklich fallen.

    Was wir Sie fragen müssten

    Wir wissen nicht, ob Ihr Personal in diesem Moment ein Handy in der Hand haben darf. Das entscheidet alles am Ablauf.

  • Spitäler und Notaufnahmen

    Bei der Triage antwortet eine Patientin auf die Schmerzfrage — im Dialekt, weil Schmerz keine Fremdsprache spricht. Der Assistenzarzt hat in Heidelberg studiert.

    Was es kostet
    Missverständnisse in der Anamnese sind ein dokumentiertes klinisches Risiko, kein Servicethema.
    Was Heidi tut
    Verstehen zuerst: was gesagt wurde, sofort und nachlesbar. Kein Ersatz für professionelles Dolmetschen — der Fall davor, der heute gar nicht abgedeckt ist.

    Was wir Sie fragen müssten

    Ob so etwas in Ihrem Setting überhaupt zulässig ist, bevor es nützlich wäre. Das ist Ihre Frage, nicht unsere.

  • Schulen und Kindergärten

    Der Kindergarten im Kanton Zürich wird auf Mundart geführt — so hat es die Stimmbevölkerung 2011 beschlossen. Am Elternabend merken die Eltern, dass sie nicht der Sprache ihres Kindes folgen können, sondern der ihres Lehrplans.

    Was es kostet
    Eltern, die den Elternabend nicht verstehen, erscheinen als Eltern, die sich nicht interessieren. Das ist derselbe Irrtum wie in der Pflege, nur mit anderen Folgen.
    Was Heidi tut
    Mundart verstehen für Eltern — und für neu zugezogene Lehrpersonen, die in derselben Lage sind und es seltener sagen.

    Was wir Sie fragen müssten

    Ob so etwas von der Schule kommen sollte oder von der Gemeinde. Wir vermuten Letzteres und haben es nie geprüft.

    2011 nahm die Zürcher Stimmbevölkerung die Initiative «JA zur Mundart im Kindergarten» mit rund 54 Prozent an; seit August 2012 ist Mundart dort grundsätzlich Unterrichtssprache. www.zh.ch

  • Sprachschulen

    Ihre Kursteilnehmerin besteht B2 und versteht am Mittagstisch trotzdem nichts. Sie glaubt, das liege an ihr.

    Was es kostet
    Es liegt nicht an ihr und nicht an Ihrem Unterricht — sie hat die andere Sprache gelernt. Aber erklärt hat es ihr niemand, und der Frust landet bei Ihnen.
    Was Heidi tut
    Der Dialektteil, den kein Hochdeutsch-Lehrmittel abdeckt, als Ergänzung statt als Konkurrenz. Wir unterrichten kein Hochdeutsch und haben es nicht vor.

    Was wir Sie fragen müssten

    Ob Sie so etwas lieber weiterverkaufen oder empfehlen. Das ändert das ganze Modell.

  • Relocation-Firmen

    Sie übergeben Schlüssel, Versicherung und Steuererklärung. Was als Erstes bricht, ist das Gespräch mit der Hauswartin.

    Was es kostet
    Sie haben den Kunden im Moment der höchsten Aufmerksamkeit — und genau dann endet Ihr Leistungskatalog, wo das eigentliche Problem beginnt.
    Was Heidi tut
    Etwas, das Sie am ersten Tag mitgeben können und das in Woche drei noch benutzt wird.

    Was wir Sie fragen müssten

    Was Sie heute stattdessen mitgeben. Wenn es funktioniert, ist diese Seite falsch.

  • Arbeitgeber mit internationalen Teams

    Die Sitzung läuft auf Englisch. Sobald sie informell wird, kippt sie in den Dialekt — und informell ist der Moment, in dem entschieden wird.

    Was es kostet
    Wer den Teil nicht hört, sitzt dabei und ist nicht dabei. Das ist eine Frage von Beförderung und Verbleib, nicht von Wohlbefinden.
    Was Heidi tut
    Verstehen, ohne dass der Raum auf Hochdeutsch wechseln muss — genau die Rücksicht, die §2 als Falle beschreibt.

    Was wir Sie fragen müssten

    Ob das HR kauft oder ein Team. Wir haben beides noch nie gefragt.

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