Alltag in Zürich
In der Waschküche
Der Plan an der Wand ist ein Gesetz, das niemand erklärt. Wer das Sieb nicht putzt oder am falschen Tag wäscht, hört davon — selten direkt, meistens auf einem Zettel.
Jeder Satz ist maschinell auf Zürcher Formen geprüft: Formen aus anderen Mundarten oder aus Deutschland kommen nicht durch.
Das hören Sie
Hüt isch min Wäschtag.
Heute ist mein Waschtag.
Das hören Sie
Im Plan staht, wer wänn dra isch.
Im Plan steht, wer wann an der Reihe ist.
Das hören Sie
Ab zwei bi ich dra.
Ab zwei bin ich an der Reihe.
Das hören Sie
Das sagen Sie
Exgüsi, isch die Maschine frei?
Entschuldigung, ist diese Maschine frei?
Das hören Sie
Das isch no mini Maschine, gäll.
Das ist noch meine Maschine, nicht wahr.
Das hören Sie
Das hören Sie
S Flusesieb mues mer jedes Mal putze.
Das Flusensieb muss man jedes Mal reinigen.
Das hören Sie
D Wösch hanget no im Trochneruum.
Die Wäsche hängt noch im Trocknungsraum.
Das hören Sie
Mir händ Ihri Wösch usegnoh.
Wir haben Ihre Wäsche herausgenommen.
Das hören Sie
Das hören Sie
Am Sunntig wird nöd gwäsche.
Am Sonntag wird nicht gewaschen.
Das hören Sie
Bitte d Waschchuchi suuber hinderlah.
Bitte die Waschküche sauber hinterlassen.
Das hören Sie
Das hören Sie
Chönd Sie de Schlüssel wider abgää?
Können Sie den Schlüssel wieder abgeben?
Das hören Sie
Das sagen Sie
Das hören Sie
Chönd mer tuusche?
Können wir tauschen?
Das sagen Sie
Chan ich am Samschtig tuusche?
Kann ich am Samstag tauschen?
Das sagen Sie
Das hören Sie
Kei Problem, das cha passiere.
Kein Problem, das kann passieren.
Das sagen Sie
Ich nimm mini Wösch grad use.
Ich nehme meine Wäsche gleich heraus.
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