Daran scheitert der Satz
Fragewörter — und die Falle darin
Die Regel
wänn, wo, was, wie, weer. Die meisten sind erkennbar; eines ist es nicht.
Wänn chunt d Abfuhr?
Wann kommt die Abfuhr?
Wo find ich d Rüebli?
Wo finde ich die Karotten?
Was machsch am Wuchenend?
Was machst du am Wochenende?
Wo es hakt
«Wänn» klingt wie das deutsche «wenn». Sie hören eine Bedingung, gestellt wurde aber eine Frage — und Ihre Antwort passt dann auf etwas, was niemand gefragt hat.
Wo das wirklich vorkommt
Dieselbe Struktur, in Sätzen, die wirklich so gesagt werden.
- Im Tram
Wo mues ich umstiege?
Wo muss ich umsteigen?
- Am Telefon
Um was gaht s?
Worum geht es?
- Bei der Arbeit
Wänn häsch Fiirabig?
Wann hast du Feierabend?
- Im Kindsgi
Wänn isch de Uusflug?
Wann ist der Ausflug?
- Am Mittagstisch
Wo chunnsch ursprünglich här?
Woher kommst du ursprünglich?
Wie lang bisch scho z Züri?
Wie lange bist du schon in Zürich?
- In der Arztpraxis
Was füert Sie zu eus?
Was führt Sie zu uns?
- Auf der Gemeinde
Weli Konfession händ Sie?
Welche Konfession haben Sie?
Wie lang wohned Sie scho i de Schwiiz?
Wie lange wohnen Sie schon in der Schweiz?
- In der Waschküche
Wänn isch min Tag?
Wann ist mein Tag?
- Am Apéro
Was mached Sie beruflich?
Was machen Sie beruflich?
Wie gfallt s Ihne z Züri?
Wie gefällt es Ihnen in Zürich?
- Wenn Nein nicht Nein heisst
Ich verstah. Wänn chönnt s dänn gah?
Ich verstehe. Wann könnte es dann gehen?
- Mit einem Bünzli
Wo chan ich das naaläse?
Wo kann ich das nachlesen?
- Am Morgen
Wele Pulli wänd Sie hüt aalege?
Welchen Pullover möchten Sie heute anziehen?
- Unruhe am Abend
Wänn chunt min Maa?
Wann kommt mein Mann?
- Besuch
Wer isch hüt für si zueständig?
Wer ist heute für sie zuständig?