Verstah scho — sälber säge nie
Befähl und Bitt: d Sie-Form ändet uf -ed
D Regle
Bim Du staht de blossi Stamm: «Chumm». Bim Sie chunt -ed dezue: «Chömed Sie».
Chömed Sie doch ine.
Kommen Sie doch herein.
Blibed Sie no ächli da.
Bleiben Sie noch ein bisschen da.
Chumm, mir lauffed.
Komm, wir gehen zu Fuss.
Wo's hakt
Verstah werded Si beides. Wer «Chömen Sie» seit, wird au verstande — und sofort als Nöd-Züricher erkennt.
Wo das würkli vorchunt
Di gliich Struktur, i Sätz, wo würkli so gseit werded.
- Am Telifon
Blibed Sie churz dra.
Bleiben Sie kurz dran.
- Bi de Arbet
Chumm, mir mached Pause.
Komm, wir machen Pause.
- Im Kindsgi
Bringed Sie bitte Finkeli mit.
Bringen Sie bitte Hausschuhe mit.
Bitte gäbed Sie Rägechleider mit.
Bitte geben Sie Regenkleider mit.
- I de Arztpraxis
Nämed Sie no churz Platz im Wartzimmer.
Nehmen Sie noch kurz Platz im Wartezimmer.
Mached Sie bitte de Oberkörper frei.
Machen Sie bitte den Oberkörper frei.
Atmed Sie tüüf ii.
Atmen Sie tief ein.
- Uf de Gmeind
Nämed Sie bitte e Nummere.
Nehmen Sie bitte eine Nummer.
Fülled Sie bitte das Formular uus.
Füllen Sie bitte dieses Formular aus.
- Am Apéro
Nämed Sie sich es Glas.
Nehmen Sie sich ein Glas.
Chumm guet hei!
Komm gut nach Hause!
- Mit eme Bünzli
Bis doch nöd so en Bünzli!
Sei doch nicht so ein Spiesser!
- Wänn öppis weh tuet
Nei, lönd Sie mich.
Nein, lassen Sie mich.
- Unruä am Aabig
Verzelled Sie mer vo Ihrne Chind.
Erzählen Sie mir von Ihren Kindern.