Grammatik
Vier Sache, wo Züritüütsch schwer verständlich mached für öpper, wo scho Dütsch liest. Kei Lektione — nur das, wo Si ghöred, und wo's hakt.
Kei Präteritum
D Regle
Gschwätzts Züritüütsch hät kei eifachi Vergangeheit: alles Vergangene staht im Perfekt.
Ich bi geschter hei gange.
Ich ging gestern nach Hause.
Si hät nüüt gseit.
Sie sagte nichts.
Mir händ das scho gmacht.
Wir machten das schon.
Wo's hakt
Si warted uf «ging», «war», «sagte» — und es chunnt nie. Wänn Si «bi», «hät» oder «händ» plus Partizip ghöred, isch das d Vergangeheit.
«wo» statt der, die, das
D Regle
Relativsätz fanged fascht immer mit «wo» aa, unveränderet, egal weles Gschlächt oder wele Fall.
De Maa, wo dört staht.
Der Mann, der dort steht.
D Frau, wo ich gsee ha.
Die Frau, die ich gesehen habe.
S Huus, wo mir gwohnt händ.
Das Haus, in dem wir gewohnt haben.
Wo's hakt
Si läsed «wo» als «wo?» und verlüüred de Satz. Es heisst da «der», «die», «das» oder «den» — nie en Ort.
Bsitz andersume
D Regle
De Genitiv fählt: Bsitz wird mit Dativ plus Possessivpronome bildet, oder mit «vo».
Em Peter sis Auto.
Peters Auto.
De Anna ihri Schwöschter.
Annas Schwester.
S Dach vom Huus.
Das Dach des Hauses.
Wo's hakt
«Em Peter sis Auto» isch kein Fähler, sondern di normali Form. D Person chunnt zerscht, d Sach dernah.
S -li a allem
D Regle
D Verchlinerigsform uf -li isch sehr produktiv und bedüüted oft gar nüüt Chliises.
Machsch es Bierli?
Trinken wir ein Bier?
Es Kafi und es Gipfeli.
Ein Kaffee und ein Croissant.
Gang no schnäll go poschte, es Sächeli.
Geh noch kurz einkaufen, eine Kleinigkeit.
Wo's hakt
«Es Bierli» isch kei chlises Bier, sondern es fründlich gseits Bier. Nämed Si s -li nöd wörtlich.