Verstehen ja — selbst sagen nie
«go» und «cho» vor dem zweiten Verb
Die Regel
Wer irgendwohin geht, um etwas zu tun, schiebt ein «go» davor; wer kommt, ein «cho»: «Ich gang go poschte».
Ich gang go poschte.
Ich gehe einkaufen.
Chunnsch cho hälfe?
Kommst du helfen?
Si isch go luege gange.
Sie ist schauen gegangen.
Wo es hakt
Im Deutschen gibt es dieses Wörtchen nicht, also lässt man es weg — und wird verstanden und sofort erkannt. Es ist kein «gehen», sondern gehört zum zweiten Verb.
Wo das wirklich vorkommt
Dieselbe Struktur, in Sätzen, die wirklich so gesagt werden.
- Im Laden
Ich gang schnäll go poschte.
Ich gehe schnell einkaufen.
- Bei der Arbeit
Gömmer en Kafi go neh?
Gehen wir einen Kaffee trinken?
- Am Mittagstisch
Chunnsch mit go Zmittag ässe?
Kommst du mit zum Mittagessen?
Mir sind am Sunntig go wandere.
Wir sind am Sonntag wandern gegangen.
- Die Übergabe
Ich gang go luege.
Ich gehe nachschauen.
- Essen und Trinken
Chömed Sie cho ässe.
Kommen Sie essen.
- Unruhe am Abend
Ich mues doch go choche.
Ich muss doch kochen gehen.
- Besuch
Dörf ich mit ere go spaziere?
Darf ich mit ihr spazieren gehen?