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Heidi

Verstehen ja — selbst sagen nie

-li: die Verkleinerung — und Wörter, die einfach so heissen

Die Regel

-li kommt ans Nomen, der Vokal wird wenn möglich umgelautet, und das Wort ist immer sächlich: s Huus → s Hüüsli, s Brot → s Brötli, d Chatz → s Chätzli. In der Mehrzahl bleibt es gleich: zwei Brötli. Es bedeutet «klein» oder macht etwas vertrauter — wie -chen, nur viel häufiger.

Wo es hakt

Viele -li-Wörter sind keine Verkleinerung, sondern das ganz normale Wort: Rüebli (Karotte), Gipfeli (Croissant), Weggli (Brötchen), Müesli, Zältli (Bonbon), Meitli (Mädchen). Ein Rüebli ist keine kleine Karotte. Und weil -li immer sächlich macht, heisst es s Chätzli, obwohl die Katze d Chatz ist.

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Wo das wirklich vorkommt

Dieselbe Struktur, in Sätzen, die wirklich so gesagt werden.

  • Im Laden
    • Bruuched Sie es Säckli?

      Brauchen Sie ein Säcklein?

    • Nei merci, ich bruuche keis Säckli.

      Nein danke, ich brauche kein Säcklein.

  • Am Apéro
    • Probiered Sie emal die Chüechli.

      Probieren Sie einmal diese Küchlein.

  • Am Morgen
    • Wo isch mis Chleidli?

      Wo ist mein Kleidchen?

    • Si liit uf em Nachttischli.

      Sie liegt auf dem Nachttisch.

  • Essen und Trinken
    • Am Zvieri git s es Güetzi.

      Zum Zvieri gibt es ein Guetzli.

    • Nur es paar Löffeli?

      Nur ein paar Löffelchen?

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