Daran scheitert der Satz
cha, mues, wott — die Modalverben
Die Regel
Kurz, und ich und er teilen sich eine Form, wie im Deutschen: ich cha, du chasch, er cha, mir chönd (können) · ich mues, du muesch, mir müend (müssen) · ich wott, du wotsch, mir wänd (wollen) · ich darf, mir dörfed (dürfen) · ich söll, mir sölled (sollen). Eine Pluralform gilt für mir, ihr und si. In der Vergangenheit bleibt das Modalverb im Infinitiv: «Ich ha nöd chönne cho».
Ich cha hüt nöd cho.
Ich kann heute nicht kommen.
Mir müend no poschte.
Wir müssen noch einkaufen.
Wänd Sie no öppis trinke?
Wollen Sie noch etwas trinken?
Wo es hakt
«wott» und «wänd» heissen wollen — nichts daran erinnert an «will». Und «Ich sött» ist das höfliche «ich sollte», das man ständig hört: «Ich sött no schaffe».